WordPress ist das unterschätzte Headless-CMS.
Contentful, Storyblok und Sanity stehen auf jeder Liste. WordPress mit dem Gutenberg-Editor gehört dazu: Es liefert jeden Block als strukturierte Daten an euer Frontend und kostet keine Lizenz pro Nutzer. Headpress ist das Setup von 360VIER dafür.
WordPress ist eine starke Basis für Headless.
Wer eine Headless-Architektur plant, schaut meist zuerst auf SaaS-Anbieter. WordPress wird dabei oft übersehen, obwohl es einen sehr guten Editor, die größte Verbreitung aller CMS und volle Hoheit über die eigenen Daten mitbringt. In Headpress übernimmt WordPress genau diese Aufgabe: Es ist das Backend für Redaktion und Inhalte, die Website kommt aus einem eigenen Frontend.
Headless-SaaS
Contentful, Storyblok, Sanity
Ausgereifte Produkte mit sauberem Inhaltsmodell. Die Kosten steigen mit Nutzerplätzen, Traffic oder API-Anfragen. Die Inhalte liegen in der Cloud des Anbieters.
Headpress
WordPress mit Gutenberg als internes Backend, die Website kommt aus einem eigenen Frontend. Das Backend ist nur für die Redaktion erreichbar.
WordPress mit Theme
Theme, Page-Builder, Plugins
Bewährt und weit verbreitet: Website und Backend laufen auf einem System. Für viele Projekte genau richtig. Mit der Zahl der Plugins wächst der Abstimmungsaufwand bei Updates, deshalb passt es besonders, wenn das Frontend keine besonderen Anforderungen hat.
Gutenberg baut Seiten aus Blöcken. Genau das braucht ein Headless-Frontend.
Gutenberg ist seit WordPress 5.0 aus dem Jahr 2018 der Standard-Editor. Eine Seite besteht dort aus Blöcken wie Überschrift, Bild, Teaser oder eigenen Modulen, jeder mit benannten Feldern.
Über die Schnittstelle kommt jeder Block als JSON beim Frontend an, und dort gehört zu jedem Block eine Komponente. Storyblok und Sanity arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip. Gutenberg bringt zusätzlich alles mit, was WordPress über zwanzig Jahre gelernt hat.
Was WordPress als Backend mitbringt
- Ein Editor, den Redaktionen schnell lernen
- Seiten entstehen visuell aus Blöcken, mit Vorschau direkt im Editor. Auch Teams ohne WordPress-Erfahrung finden sich schnell zurecht.
- Keine Lizenz pro Nutzer
- WordPress steht unter der GPL. Die Inhalte liegen in eurer eigenen Datenbank, gehostet, wo ihr wollt.
- Ein großes Ökosystem
- Laut W3Techs laufen 39,5 % aller Websites mit WordPress (Stand 4.11.2026). Entsprechend viele Entwicklerinnen, Entwickler und Agenturen kennen das System.
- Rechte und Workflows im Core
- Rollen, Revisionen, Entwürfe zur Prüfung und geplante Veröffentlichung sind ohne Zusatz-Plugin enthalten.
Redaktion und Website sind getrennt.
Headpress ist unser Setup dafür: WordPress mit Gutenberg als internes Backend, Module als eigene Gutenberg-Blöcke und ein Frontend in Next.js oder Astro. Die Redaktion arbeitet in WordPress, Besucher sehen nur die fertige Website. Das CMS selbst ist nicht öffentlich erreichbar.
const blocks = {
'headpress/hero': Hero,
'headpress/teaser-grid': TeaserGrid,
'headpress/faq': Faq,
};
export function Blocks({ data }) {
return data.map((block, i) => {
const Block = blocks[block.name];
return <Block key={i} {...block.attributes} />;
});
}
Intern, nicht öffentlich
- RedaktionBlock-Editor im Browser, Rollen und Freigaben
- WordPressStandard-Core, regulär aktualisiert, eigene Blöcke für euer Projekt
- APIWPGraphQL Content Blocks oder VIP Block Data API
Öffentlich
- FrontendNext.js oder Astro, je Block eine Komponente
- CDNStatisch oder inkrementell generierte Seiten
- BesucherFertiges HTML, ohne Umweg über das CMS
VeröffentlichenWordPress meldet Änderungen per Webhook, das Frontend erzeugt die betroffenen Seiten neu.
FormulareEingaben gehen vom Frontend an einen Formular-Endpoint und von dort ins CRM, etwa HubSpot, oder per E-Mail.
Wo Headless-WordPress-Projekte teuer werden
Der Aufwand entsteht meist an drei Stellen: bei der Vorschau unveröffentlichter Inhalte, beim Abgleich zwischen Blöcken und Frontend-Komponenten und bei einer Editor-Darstellung, die dem späteren Frontend nahekommt. Headpress soll diese Stellen einmal sauber lösen, damit sie nicht in jedem Projekt neu entstehen. Wie weit das für euer Projekt schon trägt, besprechen wir im Architektur-Check.
Module aus Gutenberg-Blöcken
Jedes Modul ist ein Gutenberg-Block mit benannten Feldern und einer passenden Komponente im Frontend. Welche Module euer Projekt braucht, legen wir gemeinsam fest und passen sie an euer Branding an.
Texte, Bilder und Links pflegt die Redaktion frei. Layout, Abstände und Typografie gibt das Designsystem vor, Patterns lassen sich in WordPress sperren. Über Rollen lässt sich festlegen, wer welche Module einsetzen darf.
- HeroHeadline, Text, Bild oder Video und Aktion
- Teaser-GridÜbersichten auf Unterseiten, Beiträge oder Cases
- Feature-ListeLeistungen und Eigenschaften in fester Struktur
- TestimonialsKundenstimmen mit Name, Rolle und Unternehmen
- FAQFragen und Antworten, auf Wunsch mit strukturierten Daten
- Preis-TabellePakete und Leistungen im Vergleich
- TeamAnsprechpartner mit Foto, Rolle und Kontakt
- Job-ListeOffene Stellen, gefiltert und verlinkt
- CTA-BandAbschluss einer Seite mit klarer Aktion
- Logo-WallKunden, Partner oder Zertifizierungen
Formulare
Formulare lassen sich als Block im Editor pflegen. Mehrstufige Formulare mit Bedingungen und die Anbindung an ein CRM wie HubSpot setzen wir auf Anfrage um.
Ein aufgeräumtes Backend
Im Backend blenden wir aus, was eine Redaktion nicht braucht, etwa Kommentare, Theme-Customizer, nicht genutzte Menüs und Dashboard-Widgets. Ein eigenes Headpress-Plugin dafür ist geplant. Zusätzliche Plugins setzen wir sparsam und dokumentiert ein.
Headpress im Vergleich
Headless-SaaS rechnet nach Plätzen, Traffic und API-Anfragen ab. Bei WordPress fällt für das CMS keine Lizenz an, egal wie viele Menschen darin arbeiten. Ein Beispiel mit zwölf Personen in der Redaktion, nach den Listenpreisen der Anbieter:
CMS-Lizenz pro Monat bei zwölf Nutzerplätzen
| Kriterium | HeadpressWordPress mit Gutenberg | Headless-SaaSContentful, Storyblok, Sanity | WordPress mit ThemeTheme, Page-Builder |
|---|---|---|---|
| Editor | Visueller Block-Editor mit Modulen für euer Projekt und sperrbaren Patterns | Editor des Anbieters, je nach Produkt mit visueller Bearbeitung | Gutenberg oder Page-Builder, je nach Theme |
| Frontend | Next.js oder Astro, entkoppelt | Frei wählbar, entkoppelt | PHP-Theme, vom CMS gerendert |
| Lizenzkosten CMS | Keine, WordPress steht unter der GPL | Tarifabhängig, unter anderem nach Nutzerplätzen, Traffic und API-Anfragen | Keine, gegebenenfalls Premium-Plugins |
| Daten und Bindung | Eigene Datenbank, Open Source, Standard-Core | Cloud des Anbieters, gebunden an dessen Inhaltsmodell | Eigene Datenbank, je nach Theme und Page-Builder |
| Schnittstellen | REST-API im Core, GraphQL über WPGraphQL | APIs des Anbieters, meist REST und GraphQL | Vorhanden, die Darstellung übernimmt das Theme |
| CMS öffentlich erreichbar | Nein | Nein, das CMS läuft beim Anbieter | Ja, Website und Backend auf einem System |
| Betrieb | Zwei Systeme mit zwei Deployments, auf Wunsch betreut von 360VIER | Frontend selbst betreiben, CMS als Dienst | Ein System |
Stand November 2026. Tarife und Funktionen der Anbieter ändern sich, maßgeblich sind deren aktuelle Preisseiten: Contentful, Storyblok, Sanity. Lizenz von WordPress: wordpress.org.
Für wen Headpress passt
Passt gut
- Marketing- und Unternehmenswebsites mit eigener Redaktion, auch ohne WordPress-Erfahrung
- Relaunches, bei denen Ladezeit, eigenes Design und Kosten pro Nutzer zählen
- Kampagnen-, Landing- und Recruiting-Seiten, deren Formulare direkt ins CRM schreiben
- Bestehende WordPress-Websites, deren öffentliches Backend verschwinden soll. Wer schrittweise umstellen möchte, findet den Weg unter Headless WordPress mit Astro.
Passt weniger
- Komplexe Shops und Portale mit eigener Anwendungslogik
- Mehrere Frontends aus einer Inhaltsquelle, etwa Website und App. Dafür setzt 360VIER auf Payload CMS.
- Teams, die mit ihrem Headless-SaaS zufrieden sind. Dann lohnt sich ein Wechsel selten.
- Websites ohne besondere Anforderungen ans Frontend. Dafür ist ein sauber gebautes WordPress mit Theme oft genau richtig.
Wenn Headpress für euer Projekt nicht passt, sagen wir das im Architektur-Check.
Ablauf und Betrieb
Headpress-Projekte laufen nach demselben Vorgehen wie alle Plattformprojekte bei 360VIER. Ziel von Headpress ist, dass das Budget in Inhalte, Branding und das geht, was euer Projekt besonders macht.
Architektur-Check
Wir sehen uns Ziele, Website, Redaktion und angebundene Systeme an und sagen euch, ob Headpress passt.
Ideation Circle
Wir erarbeiten Zielgruppen, Seitentypen, Inhaltsmodell und Designsystem. Das passiert vor der Freigabe des Umsetzungsbudgets, die Dauer hängt vom Umfang ab.
Setup und Module
Wir richten die Headpress-Basis ein, passen die Module an euer Branding an und entwickeln bei Bedarf weitere.
Migration und Go-live
Wir übernehmen die bestehenden Inhalte und leiten jede alte Adresse weiter. Eine Schulung für eure Redaktion gibt es auf Anfrage.
Betrieb
Auf Wunsch übernehmen wir Hosting, Updates, Monitoring und Weiterentwicklung von CMS und Frontend.
Häufige Fragen
Passt WordPress zu einer Headless-Architektur?
Ja. In Headpress ist WordPress das Backend. Gutenberg ist seit 2018 der Standard-Editor und wird laufend weiterentwickelt. Die REST-API gehört zum Core, und jeder Block lässt sich als strukturierte Daten abrufen. Die Website selbst entsteht in Next.js oder Astro.
Ist Headpress ein eigenes CMS?
Nein. Headpress besteht aus Standard-WordPress mit dem Gutenberg-Editor, Modulen als Gutenberg-Blöcken und einem Frontend in Next.js oder Astro. Der WordPress-Core bleibt unverändert und wird regulär aktualisiert.
Wir haben noch nie mit WordPress gearbeitet. Ist das ein Problem?
Nein. Eure Redaktion sieht ein aufgeräumtes Backend mit dem Block-Editor und den Modulen eures Projekts. Eine Schulung zum Go-live bieten wir auf Anfrage an. Technisches WordPress-Wissen braucht euer Team nicht, Betrieb und Updates können wir übernehmen.
Sieht die Redaktion vor dem Veröffentlichen, wie die Seite aussieht?
Im Editor ja: Gutenberg zeigt jeden Block schon beim Bearbeiten. Eine Vorschau unveröffentlichter Inhalte im echten Frontend ist für Headpress geplant, den Stand dazu klären wir im Architektur-Check. Gerade diese Stelle fehlt in vielen Headless-Projekten.
Welche Plugins laufen, und können wir weitere installieren?
Headpress setzt auf wenige, dokumentierte Plugins. Zusätzliche Plugins sind möglich, nach Prüfung und mit Begründung. Viele Aufgaben, die sonst Plugins erledigen, übernimmt im Headless-Setup das Frontend.
Was bedeutet Headpress für SEO und KI-Sichtbarkeit?
Das Frontend liefert fertiges HTML aus, statisch oder inkrementell generiert. Suchmaschinen und KI-Crawler müssen kein JavaScript ausführen, um Inhalte zu lesen. Meta-Angaben, Sitemap und Weiterleitungen sind Teil des Frontends, die Pflege bleibt in WordPress.
Wo laufen CMS und Frontend?
Das Frontend läuft auf einer Plattform wie Vercel und wird über deren CDN ausgeliefert. Das CMS liegt getrennt davon und ist nicht öffentlich erreichbar.
Was kostet Headpress?
Setup, zusätzliche Module und Betrieb weisen wir getrennt aus. Im Architektur-Check nennen wir ein Budgetband für euren Fall.
Wann empfiehlt 360VIER Payload CMS statt Headpress?
Wenn mehrere Frontends aus einer Quelle bedient werden oder das Frontend eher Anwendung als Website ist. Für Marketing- und Unternehmenswebsites mit eigener Redaktion passt Headpress meist besser.
Prüfen wir, ob WordPress euer Headless-CMS wird.
Im Architektur-Check gehen wir mit euch Website, Redaktion und angebundene Systeme durch. Danach wisst ihr, ob Headpress passt, ob ein Headless-SaaS besser liegt oder ob WordPress mit Theme die passende Lösung ist.
Hans Mengler, Geschäftsführung 360VIER